"Verbot von DDR Symbolik übertrieben"

Parteileben

Emanuel Wolfram Juso-Vorsitzender des SOK (Mitte)

Pressemitteilung vom 08.01.2014

Wolfram: "Verbot von DDR Symbolik übertrieben"

Jusos Saale-Orla lehnen Gruhners Vorstoß ab

Die Diskussion über das Verbot von DDR Symbolik, zu dem die Bundes-CDU einen Prüfauftrag beschlossen hat, ist den Jusos Saale-Orla bitter aufgestoßen: "Wenn man die frühlingshaften Temperaturen draußen berücksichtigt, kann es sich nur um einen verfrühten Aprilscherz handeln", meint Kreisvorsitzender Emanuel Wolfram.

"Stefan Gruhner und ich stammen beide aus einer Generation, die die DDR nie wirklich erlebt haben. Es sollte mehr in unserem Interesse liegen, die Geschichte wirklich aufzuarbeiten und ihre Auswirkungen auf die heutige Zeit zu bewerten", so der 23-jährige weiter.

Statt über Verbote von Symbolen zu diskutieren, wäre es zum Beispiel sinnvoller, die gesetzliche Grundlage der finanziellen Entschädigung für Opfer des MfS zu überarbeiten.
So gebe es bis heute noch keine vernünftige Regelung für die Opfer von Zersetzungsmaßnahmen. "Ich glaube, damit würde man den Betroffenen mehr helfen, als mit dem Verbot von DDR-Flaggen." meint der Juso-Chef: "Vielleicht geht es aber auch nur um Stimmungsmache im Hinblick auf den Landtagswahlkampf."

Der möglichen Umsetzung des Verbotes sieht Wolfram dennoch gelassen entgegen.
"Wenn ich in Geschichte richtig aufgepasst habe, war die Ost-CDU als Blockpartei auch fester Bestandteil der DDR. Nachdem Stefan Gruhner also die Ausstellungsstücke in Mödlareuth abgeklebt hat, muss er nur noch überlegen, wie er die CDU in den neuen Bundesländern verbietet", meint der 23-Jährige ironisch.

Juso SOK

 
 

WebsoziCMS 3.8.9 - 002055441 -

 

Kontakt

SPD Saale-Orla-Kreis

c/o SPD Thüringen 
Juri-Gagarin-Ring 158
99084 Erfurt 
Telefon: +49 (0)361 228440

E-Mail: info@spd-sok.de